Neue "berufsfreundliche" Ausbildung zur Pflegefachassistenz

Die Initiatorinnen freuen sich über die gemeinsame Entwicklung des neuen Ausbildungsmodells an der Schule für Pflegeberufe in Zell am See.
Im Bild v.l.: Elke Schmiderer MBA (Geschäftsführerin Hilfswerk Salzburg), Landesrätin Mag. Daniela Gutschi und Kathrin Wimmer MBA (Direktorin Schule für Pflegeberufe Zell am See)
Innovativer Ansatz verbindet Beruf und Weiterbildung an der Schule für Pflegeberufe in Zell am See
(Zell am See, 09.07.2026) – Mit dem neuen „berufsfreundlichen“ Ausbildungsmodell setzt die Schule für Pflegeberufe am Tauernklinikum Zell am See gemeinsam mit dem Hilfswerk Salzburg einen wichtigen Schritt zur Förderung von Pflegekräften. Das innovative 3+2-Modell ermöglicht Pflegeassistent:innen, sich beruflich weiter zu qualifizieren und den nächsten Karriereschritt von der Pflegeassistenz (PA) zur Pflegefachassistenz (PFA) zu absolvieren, ohne ihren Arbeitsplatz aufgeben zu müssen. Angestoßen wurde die Idee, ein solches Programm auf die Beine zu stellen, von Landesrätin Mag. Daniela Gutschi.
„Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Deshalb müssen wir jede Chance nutzen, Menschen, die bereits in der Pflege arbeiten, in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Mit dem berufsfreundlichen Ausbildungsmodell in Zell am See schaffen wir einen Karriereweg, der sich mit dem Alltag vereinbaren lässt und die Pflege in unserem Bundesland nachhaltig stärkt. Mein Dank gilt der Schule für Pflegeberufe und dem Hilfswerk Salzburg für die rasche und engagierte Umsetzung“, betont die Landesrätin.
Der Name ist Programm: Die Teilnehmer:innen bleiben während der gesamten Ausbildungszeit bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt und können Berufserfahrung, Einkommen und Weiterbildung optimal miteinander verbinden. Damit entsteht ein Ausbildungsangebot, das sowohl den Bedürfnissen der Mitarbeiter:innen als auch jenen der Pflegeeinrichtungen gerecht wird.
Das Modell sieht vor, dass die Teilnehmer:innen drei Tage pro Woche die Schule besuchen und an zwei Tagen ihren Dienst beim Arbeitgeber leisten. Dadurch bleibt der enge Praxisbezug erhalten und das erworbene Wissen kann unmittelbar im Berufsalltag angewendet werden.
Für einen gelungenen Einstieg in die Ausbildung findet im ersten Monat eine Intensivphase statt: In dieser Zeit stehen vier Schultage pro Woche auf dem Programm, um eine solide fachliche Basis zu schaffen.
Direktorin Kathrin Wimmer zeigt sich über das neue Angebot begeistert:
„Es freut mich sehr, dass wir dieses innovative Ausbildungsmodell gemeinsam mit dem Hilfswerk auf die Beine stellen konnten. Mit dem Kurs schaffen wir eine zeitgemäße Möglichkeit für Pflegeassistent:innen, sich zur Pflegefachassistenz weiter zu qualifizieren und gleichzeitig im Beruf zu bleiben. Damit fördern wir nicht nur die persönliche Entwicklung unserer Teilnehmer:innen, sondern stärken auch nachhaltig die Pflege in unserer Region.“
Auch seitens des Hilfswerks Salzburg wird das Projekt als wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung gesehen. Das neue Modell unterstützt Pflegeassistent:innen dabei, ihre beruflichen Perspektiven zu erweitern und den Aufstieg zur Pflegefachassistenz zu ermöglichen, ohne auf die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes verzichten zu müssen.
„Uns als Hilfswerk ist es seit vielen Jahren ein Anliegen den Mitarbeiter:innen eine Höherqualifizierung zu ermöglichen, die sich tatsächlich mit ihrem Alltag vereinbaren lässt. Mit diesem gemeinsamen Ausbildungsmodell ermöglichen wir Pflegeassistent:innen den nächsten Karriereschritt, ohne dass sie ihren Arbeitsplatz aufgeben zu müssen. Das stärkt nicht nur jeden Einzelnen und jede Einzelne, sondern auch die Qualität der Betreuung und die langfristige Sicherung qualifizierter Pflegekräfte", betont Elke Schmiderer, Geschäftsführerin des Hilfswerk Salzburg.
Der neue Kurs beginnt im März 2027 und bietet engagierten Pflegeassistent:innen die Chance, ihre Qualifikation praxisnah und flexibel weiterzuentwickeln. Das gemeinsame Projekt zeigt eindrucksvoll, wie innovative Bildungsangebote den Anforderungen einer modernen Pflegeausbildung gerecht werden können und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung qualifizierter Pflegefachkräfte leisten. Die Anmeldemöglichkeit startet bereits jetzt im Sommer.
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