Was darf’s denn sein, bitteschön?


Was darf's denn sein © unsplash-191659

WIR KÜMMERN UNS: SPEZIALISTINNEN FÜR GERIATRISCHE PFLEGE Renate A. kam offiziell mit der Diagnose „Exsikkose“ (das ist die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers) ins Tauernklinikum. Wie sich bald herausstellte, wurde sie von ihrem Hausarzt eingewiesen, weil es zu Hause „einfach nicht mehr geklappt hat“. Dank der Spezialisierung des Pflegebereichs im Tauernklinikum wird älteren PatientInnen ein würdevoller Aufenthalt ermöglicht.

Als ehemalige Wirtin, Köchin und alleinerziehende Mutter war Renate A. daran gewohnt, dass sich immer etwas tut. In den ersten Tagen auf der Station ist sie rast- und ruhelos gewesen, hat kaum geschlafen und ist oft durch die nächstbeste Türe verschwunden. Daher benötigte sie kontinuierliche Begleitung und Orientierungshilfen – das Pflegepersonal hat Renate A. aktiv in den Alltag der geriatrischen Abteilung integriert: Sie hat den Wäschewagen geschoben, den Geschirrspüler ausgeräumt und Notizzettel zugeschnitten. Sie hat sich angeregt mit Personal, BesucherInnen und PatientInnen unterhalten und oft wurde man gefragt: „Was darf´s denn sein, bitteschön?“.

„Es ist wichtig, dass die Alltagsnormalität für
PatientInnen erhalten bleibt“

Da die geriatrische Fachpflege im Tauernklinikum voll in den Pflegealltag integriert ist, ist es möglich, dass PatientInnen wie Renate A. ihren Aufenthalt ohne dämpfende Medikamente würdevoll und sinnvoll verbringen. Alle Pflegefachkräfte wissen zum Beispiel, wie wichtig es ist, dass PatientInnen Privatkleidung tragen können, dass die Alltagsnormalität erhalten bleibt oder dass Verlegungen in ein anderes Zimmer bzw. Krankenhaus vermieden werden.

Ebenso sind das kontinuierliche Wiederholen von Orientierungshilfen, engmaschige Kontakte mit den PatientInnenen sowie das Führen von biografischen Gesprächen für eine Reaktivierung essentiell. Schlussendlich übersiedelte Renate A. in ein Pensionisten-Wohnheim – mit im Gepäck ihre Biografie und die Planung der weiteren Pflege inklusive der psychischen Pflegemaßnahmen.