Was macht die Pflege heutzutage so komplex? Pflegedirektorin – Martina Griesser MSc

„Pflege ist das, was dich im Krankenhaus einen Funken heimisch werden lässt – dieses Zitat einer meiner Patienten beschreibt die Komplexität unserer täglichen Aufgabe wohl am besten.“

S1000135
FRAU GRIESSER, GIBT ES INNERHALB IHRES AUFGABENBEREICHES ETWAS, DAS FÜR SIE BESONDERS WICHTIG IST?

Sehr wichtig ist für mich die Sicherstellung einer professionellen Pflege. Die Förderung und Begleitung meiner MitarbeiterInnen und das Schaffen von leistungsstarken Rahmenbedingungen sind ebenso von großer Bedeutung. In meiner Verantwortung liegt die Entwicklung der Pflege, der systematische und bedarfsorientierte Personaleinsatz.
Und besonders wichtig: ein wertschätzendes Miteinander!

GIBT ES EINEN BESTIMMTEN GRUND DAFÜR, WARUM GERADE DIESER BEREICH SO WICHTIG IST?

Hochqualifizierte, motivierte MitarbeiterInnen bestimmen den Behandlungs- und Betreuungserfolg für unsere PatientInnen.

WELCHE FRAGEN ODER PROBLEME BESCHÄFTIGEN DIE PATIENTINNEN DES TAUERNKLINIKUMS IN IHREM AUFGABENBEREICH BESONDERS HÄUFIG?

Menschen kommen mit Krankheiten oder Verletzungen und den daraus resultierenden Pflegebedürfnissen, Ängsten und Sorgen in unser Klinikum. Wir leben in einer alternden Gesellschaft mit den sich daraus ergebenden Pflegeproblemen wie Multimorbidität oder Demenz. Hilfesuchende, die in unserer Gesundheitseinrichtung aufgenommen werden, haben meist mehrere Pflegediagnosen, die einer Intervention bedürfen.

WELCHE ANTWORTEN BZW. LÖSUNGEN BIETEN SIE UND IHR TEAM FÜR IHRE PATIENTINNEN AN?

Wir legen neben hoher fachlicher Kompetenz großen Wert auf Beziehungsqualität. Die Beziehungsgestaltung ist elementar für eine hochwertige Pflege und Förderung der Gesundheitskompetenz.
In unserem Bezugspflegekonzept gehen wir ganzheitlich und individuell auf die Bedürfnisse unserer PatientInnen ein. Eine Pflegefachkraft begleitet unsere PatientInnen durch den gesamten Behandlungsprozess und unterstützt in allen Aktivitäten des täglichen Lebens. Wir nehmen uns Zeit, hören zu und sind rund um die Uhr im Einsatz. In stressigen Situationen bewahren wir einen klaren Kopf und setzen die richtigen Behandlungsschritte. Zudem bieten speziell ausgebildete PflegeexpertInnen individuelle Lösungen bei besonderen Problemstellungen an. So haben zum Beispiel in den Tauernkliniken auf jeder Abteilung mehrere Pflegefachtkräfte eine Zusatzausbildung zur Pflege von Demenzerkrankten

Wie profitieren die PatientInnen des Tauernklinikums heute von Ihren Leistungen?

In multiprofessionellen Teams haben Pflegefachkräfte eine Schlüsselfunktion. Der Mensch wird in den Mittelpunkt gestellt, wir handeln nach wissenschaftlichen Grundsätzen, sind achtsam und respektieren die Würde des Einzelnen.
PatientInnen werden ganzheitlich wahrgenommen, in allen Belangen unterstützt, aktiviert und beraten. Das Wohlergehen der uns Anvertrauten ist unser Ziel. Freundlichkeit und ein Lächeln gehören dazu.

WIE WERDEN IHRE PATIENTINNEN IN ZUKUNFT VON IHREM BEREICH PROFITIEREN KÖNNEN? WIE SOLL SICH IHR BEREICH IN DEN NÄCHSTEN JAHREN ENTWICKELN?

Durch kontinuierlich weitergebildetes Fachpersonal werden PatientInnen der Tauernkliniken auch zukünftig eine professionelle Pflege in Anspruch nehmen können. Fachkräfte werden eine pflegerische Versorgung sichern, die dem laufenden Fortschritt Rechnung trägt. Die Implementierung moderner Techniken muss mit einer humanen Denkweise gepaart sein. Eine Digitalisierung der patientenfernen Prozesse im Hintergrund wird uns in der Pflege unterstützen.

FRAU GRIESSER, EINE ETWAS PRIVATERE FRAGE ZUM ABSCHLUSS UNSERES GESPRÄCHS: WAS IST ES, DAS SIE BESONDERS GERN AN IHRER ARBEIT MÖGEN?

Seit Jahrzehnten bin ich mit Begeisterung in leitender Funktion. Es macht mir große Freude, in einem modernen Unternehmen die Entwicklung der Pflege zu fördern, MitarbeiterInnen zu motivieren und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen bestmögliche Pflege gelingen kann.
In meiner Rolle als Pflegedirektorin möchte ich gute Lösungen für meine MitarbeiterInnen und PatientInnen anbieten.
Außerdem schätze ich die kollegiale Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und der ärztlichen Direktion..

FRAU GRIESSER, vielen Dank für das Gespräch!

Gerne wieder.

Zu unseren Expertinnen