Die Bedürfnisse der PatientInnen sind unser Auftrag Vorstand der Abteilung für Augenheilkunde und Optometrie – Prim. Priv.-Doz. Dr. Martin Emesz

Während meiner beruflichen Laufbahn als Arzt, die mich von Salzburg über München und London in den Pinzgau geführt hat, konnte ich viele Erfahrungen sammeln. Jetzt bin ich in der glücklichen Lage, mein Wissen und meinen Erfahrungsschatz für meine PatientInnen nutzen und es an KollegInnen weitergeben zu können.

Prim. Priv.- Doz. Dr. Martin Emesz © rené r. wenzel
Herr Dr. Emesz, gibt es innerhalb Ihrer Abteilung ein Gebiet, auf das Sie sich ganz besonders spezialisiert haben?

Ein Spezialgebiet meiner Abteilung ist die Lidchirurgie – darunter die rekonstruktive Chirurgie sowie die Tumor- und Tränenwegschirurgie. Also vereinfach gesagt: Wir sind SpezialistInnen für Eingriffe rund ums Auge.

Gibt es einen bestimmten Grund dafür, warum Sie sich gerade auf diesen Bereich spezialisiert haben?

Ganz ehrlich: Eigentlich war das nicht von Anfang an geplant. Ich bin in dieses Spezialgebiet hineingewachsen – mehr noch: Es ist mir im Lauf der Jahre ans Herz gewachsen. Zuerst im Zuge meiner Ausbildung in Salzburg und danach dank der Förderung durch SpezialistInnen in München und London. In Salzburg habe ich vor allem viel in der Zusammenarbeit mit KollegInnen aus anderen Bereichen gelernt.

Welche Fragen oder Probleme beschäftigen die PatientInnen des Tauernklinikums in Ihrem Fachbereich besonders häufig?

Besonders oft haben wir es in unserer Abteilung mit dem grauen Star zu tun. Letztes Jahr konnte unser Team 2.500 PatientInnen erfolgreich behandeln. Übrigens: Der Großteil davon geht am Tag der Operation wieder nach Hause. Und warum: Weil wir auf die besten Methoden, die besten Mittel und die beste Betreuung setzen.

Welche Antworten bzw. Lösungen bieten Sie und Ihr Team für Ihre PatientInnen an?

Als kompakte und gleichzeitig flexible Abteilung können wir ganz konkret auf die Bedürfnisse unserer PatientInnen eingehen: So wurde zum Beispiel erst kürzlich eine Spezialambulanz zur Therapie des trockenen Auges eingerichtet. Darunter leiden vor allem ältere Menschen häufig. Aufgrund der großen Nachfrage wurde auch eine Spezialambulanz für konservative Retinologie ins Leben gerufen. Dabei geht es darum, die Schädigung der Netzhaut bei älteren Menschen zu stoppen. Eine weitere Besonderheit der Abteilung ist die Sehschule – im Rahmen derer auch Schieloperationen durchgeführt werden. Ein Spezialgebiet, für das wir Anlaufstelle für Fälle aus ganz Österreich geworden sind.

Wie profitieren die PatientInnen des Tauernklinikums heute von Ihren Leistungen?

Durchschnittlich werden in unserer Abteilung pro Tag ca. 80 PatientInnen ambulant behandelt. Ein Vorteil der Spezialambulanzen ist, dass Sie einen Termin in genau der Ambulanz bei genau der Ärztin bzw. dem Arzt bekommen, die oder der Ihnen am besten helfen kann – ohne unnötige Wartezeiten. So können wir uns mehr Zeit für Sie nehmen und uns persönlicher und individueller um Sie kümmern.

Wie werden Ihre PatientInnen in Zukunft von Ihrer Abteilung profitieren können? Wie soll sich Ihre Abteilung in den nächsten Jahren entwickeln?

Auch in Zukunft werden wir natürlich die medizinische Grund- und Notfallversorgung für den Pinzgau sicherstellen. Gleichzeitig bauen wir bestehende Spezialisierungen aus. Unsere PatientInnen profitieren davon, dass wir genau wissen, wo unsere Stärken liegen. Und sollte das einmal nicht der Fall sein, dann sorgen wir dafür, dass sie an anderer Stelle die beste Versorgung bekommen. Mir ist es auch besonders wichtig, dass wir das hohe Niveau der Abteilung weiterhin halten: Alle MitarbeiterInnen und KollegInnen bilden sich kontinuierlich weiter, nehmen an Seminaren und Kongressen teil. Davon profitieren dann auch die KollegInnen innerhalb der Abteilung. Und das wiederum spornt an und macht ganz nebenbei Spaß. Ein positives Klima, das dann auch die Patientinnen im positiven Sinn zu spüren bekommen.

Herr Dr. Emesz, eine etwas privatere Frage zum Abschluss unseres Gesprächs: Was ist es, das Sie besonders gern an Ihrer Arbeit mögen?

Vor allem mag ich an meiner Arbeit, dass ich mit meinem Wissen und meiner Erfahrung, die ich im Lauf der Jahre gesammelt habe, Menschen helfen kann. Rein fachlich gesehen freut es mich, dass mein Wissen weiterhin wächst und dass ich es weitergeben kann. Denn mir ist es ein großes Anliegen die Talente einzelner MitarbeiterInnen zu fördern. Mein Ziel ist es, dass alle MitarbeiterInnen so gerne in die Arbeit gehen, wie ich selbst – schließlich verbringen wir hier den größten Teil unseres Lebens! Und ganz ehrlich: Wenn wo ein positives Arbeitsklima herrscht, dann spüren das auch die PatientInnen.

Im Tauernklinikum fühle ich mich sehr wohl, besonders wegen des tollen Arbeitsklimas und der Chance eine bereits gut etablierte Abteilung weiter erfolgreich auf und auszubauen, sodass Patienten auch bei allen Krankheitsbilder professionell und auf internationalen Niveau im Innergebirg behandelt werden können. Der Umzug in den schönen Pinzgau war eine sehr gute Entscheidung für meine Familie und mich. Ich liebe die Berge und bin glücklich darüber, dass deine Tochter in dieser fantastischen Natur aufwachsen wird.

Herr Dr. Emesz, vielen Dank für das Gespräch!

Sehr gerne!

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